Anti-Wegwerf-Gesetz sinnvoll?

In Frankreich ist es den Geschäften seit 2016 verboten Lebensmittel wegzuwerfen und stattdessen sollen sie Tafeln zugute kommen. Auf diese Weise, kämpft man gegen die Lebensmittelverschwendung im großen Stil. In Deutschland machen die meisten Geschäfte das freiwillig und spenden an die deutschen Tafeln Lebensmittel für Bedürftige. Dennoch hat man versucht ein Anti-Wegwerf-Gesetz einzuführen, wogegen sich die Einzelhandelsverbände natürlich gewehrt haben.

Verbandschef Franz-Martin Rausch sagte WELT:

„Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel gehört seit Langem zu den größten Unterstützern der mehr als 900 lokalen Tafeln.“ An dieser Stelle wie in Frankreich einen Zwang zur Spende einzuführen, wäre „unverhältnismäßig“ und ein massiver Eingriff in die unternehmerische Freiheit.

Quelle: Welt.de

Video: Rechtsanwalt Christian Solmecke – Anti-Wegwerf-Gesetz – das gilt jetzt für jedes Handy

In diesem Video erklärt dir Rechtsanwalt Christian Solmecke was das Anti-Verschwendungsgesetz in Frankreich so alles für Mechanismen bereit hält, um dem Müll den Kampf anzusagen.

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In Deutschland heißt das Anti-Wegwerf-Gesetz „Strategie gegen Lebensmittelverschwendung“

In Deutschland versucht man es mit einer nationalen Strategie gegen Lebensmittelverschwendung die vorsieht, die Verschwendung bis zum Jahr 2030 um 50 % zu reduzieren. Hört sich nach einem Plan an. Wie sich ein Anti-Wegwerf-Gesetz mit der übertrieben großen OP-Maskennutzung verträgt, darüber lässt sich leider nichts finden. Das neue französische Gesetz, könnte sich aber auch gegen die Hersteller der Masken richten. Nicht selten reißen die Gummibänder sehr leicht und die weggeworfenen OP-Masken liegen dann überall in den Straßen.

Frankreich legt beim Umweltschutz noch einen drauf

Unser europäischer Nachbar hat ein neues Anti-Verschwendungsgesetz erlassen und kämpft auf diese Weise gegen die moderne Wegwerfkultur. Das neue Gesetz, tritt am 01. Januar 2022 in Kraft und es richtet sich erfreulicherweise, auch gegen geplante Obsoleszenz. Immer wenn dein Produkt zufällig nach Ablauf der Garantiezeit kaputt geht, dann bist du sicher der geplanten Obsoleszenz zum Opfer gefallen. Große Hersteller haben ganze Abteilungen, die sich mit nichts anderem beschäftigen und die Produkte so planen, dass sie nach einiger Zeit defekt sind. Für die Gewinne der Hersteller ist es sehr wichtig, dass ihre Produkte nicht ewig halten. Meine Mutter erzählte mir mal, dass die Miele Waschmaschine die sie zur Hochzeit im Jahr 1963 geschenkt bekam, über 20 Jahre gehalten hat. Heutzutage undenkbar und Waschmaschinen geben in der Regel, nach Ablauf der Garantie ihren Geist auf.

Ist dieses Anti-Verschwendungsgesetz auch für Deutschland sinnvoll?

Viele Hersteller entwickeln ihre Produkte dermaßen so, dass sie gar nicht mehr repariert werden können. Dazu gehören natürlich Handys, deren Akkus man nicht mehr tauschen kann. Autos, die so kompakt zusammengebaut sind, dass man auf jeden Fall nicht mehr viel selbst reparieren kann. In der Vergangenheit hat man schnell mal einen Fernseher, ein Radio oder den Walk-Man selbst repariert. Auch Autos früher, wie zum Beispiel der VW-Käfer oder Opel Kadett, waren in der Regel recht einfach zu reparieren. Doch das war einmal …

Ein Anti-Wegwerf-Gesetz und das Anti-Verschwendungsgesetz, wären auch für Deutschland und für die ganze Welt, gar keine schlechte Idee.

Literatur zum Thema

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