Kinder sind auf dem Schulweg versichert, oder?

Video: Rechtsanwalt Lars Ullmann – Sind Kinder auf dem Schulweg versichert?

YouTube player

Die lieben Kinder! Und wenn man Eltern fragt, sind die meisten Mamis und Papis sicher: Mein Kind ist das Liebste! Doch die Realität sieht ziemlich oft, ganz anders aus. Denn die kleinen Racker, haben sehr oft Blödsinn im Kopf und nicht selten auf dem Schulweg. Der Spruch „Geh nach der Schule auf dem direkten Weg nach Hause – wenn was passiert bist du nicht versichert“ klingt noch deutlich in meinen Ohren. Auch meine Mutter sagte es so oder so ähnlich, als ich noch ein Schulgänger war. Doch, ist das wirklich so? Sind Kinder auf dem Schulweg nur versichert, wenn sie sich auf dem direkten Weg nach Hause befinden? Rechtsanwalt Ullmann geht in seinem neuen Video auf diese Frage ein.

Wie versichert sind Kinder auf dem Schulweg?

Auf dem Schulweg sind die Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert, die aus Steuergeldern bezahlt wird. Auf dem Schulweg passieren nicht wenige Unfälle, denn im Jahr 2019 waren es insgesamt 108787 Kinder die verunglückten – eine ganze Menge sozusagen! Von diesen Fällen, sind im selben Jahr 39 tödlich verlaufen. Bei welchen dieser Unfälle greift die gesetzliche Unfallversicherung und wann ist es ratsam, eine private Unfallversicherung für die Kinder abzuschließen? Wegeunfälle müssen immer gemeldet werden und auch kleine Schäden, wie Verstauchungen oder Schnitte, sollte man der Versicherung melden. Bei Folgeschäden könnte die Unfallversicherung ggf. nicht mehr greifen, daher sollte der Vorfall im Unfallbuch aufgenommen werden.

Wegeunfälle von Schülern 2019

Quelle: Statista

Tödliche Wegeunfälle von Schülern 2019

Quelle: Statista

Damit der gesetzliche Unfallschutz greifen kann, ist stehts der direkteste Weg nach Hause zu wählen. Nur in besonderen Fällen, gewährt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Ausnahmen für die Kinder.

Ausnahmen vom Abweichen des direkt Schulweg ist genehmigt wenn …

  • … eine Abweichung vom direkten Weg, verkehrsgünstiger oder ungefährlicher ist
  • … Eltern eine Fahrgemeinschaft bilden
  • … die berufliche Situation der Eltern es erfordert, die Kinder in fremde Obhut zu geben

Wo greift die gesetzliche Unfallversicherung der Kinder nicht?

  • In Supermärkten bzw. Geschäften jeglicher Art
  • Wenn der Heimweg um mindestens 2 Stunden unterbrochen wird

Das gilt auch für einen Oma Besuch nach der Schule! Denn es ist, so hart es auch klingt, nicht der direkte Schulweg und eine private Angelegenheit. Im Video berichtet Rechtsanwalt Ullmann über einen solchen Fall. Natürlich kann man die Kinder nicht dermaßen von den Großeltern fernhalten und solltest du ein solches Oma-Kind haben, ist es ratsam eine private Unfallversicherung abzuschließen, so der Anwalt.

Wir haben uns dazu entschlossen auf Werbung zu verzichten, um die laufenden Kosten des Blogs zu decken. Daher sind wir dankbar für jede kleine Spende die ihr uns zukommen lasst. VIELEN DANK!

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Inline Feedbacks
View all comments
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien bereitzustellen und unseren Datenverkehr zu analysieren. Wir geben auch Informationen über Ihre Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. View more
Accept