PCR-Test am Arbeitsplatz – Was ist 3G plus?

Von Bundesland zu Bundesland sind die Corona-Schutzmaßnahmen nicht einheitlich. In einem Land herrscht 3G am Arbeitsplatz und in anderen Ländern ist es 2G. In Bayern soll jetzt sogar 3G plus in Betrieben gelten. Es würde bedeuten, dass unter Umständen 2x pro Woche ein PCR-Test am Arbeitsplatz anstehen würde.

Dazu ein Zitat:

3G plus gilt seit dem 1. Oktober 2021 beispielsweise in bayerischen Clubs und Diskotheken und bedeutet: Nur wer geimpft, genesen oder einen negativen PCR-Test vorweisen kann, darf in die Diskothek rein. Die dort Beschäftigten mit Kundenkontakt müssen mindestens zweimal pro Woche einen Corona-Test machen.

Quelle: br.de

3G Plus bedeutet also, wenn ich arbeiten möchte, muss ich mich 2x pro Woche mit einem PCR-Test testen lassen. Das ist ein Wahnsinn und dient wohl ausschließlich dazu, die Ungeimpften zur Impfung zu drängen. Wie muss ich mir das eigentlich vorstellen? Ein PCR-Testergebnis dauert manchmal bis zu 36 Stunden. Dazu kommt noch, dass die Labore sicher mehr zu tun haben, wenn 3G plus greift. Ein PCR-Testergebnis wird wohl in dieser Zeit noch ein wenig länger dauern, kann ich mir vorstellen.

Rechtsanwältin Ellen Rohring informiert über den PCR-Test am Arbeitsplatz

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Wer soll den PCR-Test denn bezahlen wenn 3G plus zur Pflicht wird?

3G Plus greift erst wenn die Intensivbettenauslastung mehr als 600 Corona-Fälle aufweist und die Krankenhausampel auf rot springt. Von diesem Zeitpunkt an ist es Pflicht für jeden ungeimpften Arbeitnehmer, 2x pro Woche PCR-getestet zu werden. Die Arbeitgeber gehen aber schon auf die Barrikaden, denn sie sind laut Corona-Arbeitsschutzverordnung dazu verpflichtet, ihren Arbeitern diese Tests zu bezahlen. Ein PCR-Test kostet aber zwischen 70 und 140 Euro und je nach Belegschaft, kann das richtig teuer werden für die Betriebe. Die Arbeitgeber dürfen die Arbeitnehmer nicht einsetzen, wenn sie nicht PCR-getestet sind. Es ist ein Hexenkessel und es wird ein enormer Druck auf Arbeitnehmer UND Arbeitgeber ausgeübt.

Darf der Chef meinen Impfstatus erfragen?

Der Arbeitgeber hat eigentlich kein Fragerecht zum Impfstatus seiner Mitarbeiter. Nur in bestimmten Bereichen wie Pflegeheimen, Kitas oder Schulen ist es dem Arbeitgeber erlaubt, den Impfstatus seiner Angestellten zu erfragen. In anderen Berufen, müsste der ungeimpfte Mitarbeiter demnach, seinen Impfstatus freiwillig und unaufgefordert preisgeben. Rechtsanwältin Ellen Rohring geht davon aus, dass das bei den Wenigsten der Fall sein wird.

Was wenn der Arbeitnehmer einen PCR-Test am Arbeitsplatz verweigert?

Ziemlich sicher werden nicht alle Mitarbeiter, die einen PCR-Test machen müssen, diesen auch machen wollen. Was passiert also wenn 3G plus greift und ein Angestellter den Test verweigert? Wäre eine Abmahnung oder sogar Kündigung gerechtfertigt? Laut der Anwältin ist die unsichere Rechtslage im Bezug zum Fragerecht des Arbeitgebers das Problem. Keiner kann im Moment sagen, wie die arbeitsrechtlichen Konsequenzen aussehen werden, bei Ablehnung des Labor-Tests. Eine Kündigung käme nur in Betracht, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht und alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Auf jeden Fall sollte man nicht auf Konfrontation gehen und versuchen mit dem Arbeitgeber eine Lösung zu finden, so die Anwältin.

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Anwaltclips
15. November 2021 21:06

Brandaktuell wurde von der Ampelkoalition in Berlin, neue Drangsalierungen für die Menschen als Gesetzesentwurf veröffentlicht. Ungeimpfte werden immer mehr ausgegrenzt wie in dunklen deutschen Zeiten einst. Wo soll das noch hinführen ist da die große Frage. Die Impfung wirkt nicht wie gewünscht, bis alle geboostert sind dauert es noch Monate und dann steht schon der nächste Booster in den Startlöchern.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ampel-corona-plaene-auflagen-101.html

Die einzige Lösung ist es, alle Maßnahmen sofort und dauerhaft zu beenden. In Schweden waren gestern 14.11.2021 genau 0 Neuinfektionen. Dieses Land hat nie bei den Maßnahmen mitgemacht und stehen jetzt komplett besser da. Die Lockdowns waren Fehler! Das gilt es jetzt einzusehen.

Schweden Coronafälle
shorturl.at/yHLTW

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